Category Archives: Portraits

Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

My first time in Berlin was during the spring of 2011, I was touring a sister duo of musicians I produced as a folk band named “Las Acevedo”. I took the twins to Madrid, while we were creating awareness about the education budget in the Dominican Republic being used for populist political campaign. We were demanding the government to respect the 4% of the national budget to be dedicated to education. It didn’t work out…

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Heiko Lange, Filmemacher

Heiko Lange, Filmemacher

Heiko Lange, Filmemacher

Hier bin ich gerne. Das griechische Restaurant Thalassa. Gneisenaustraße 57. Die Straße ist sehr breit und ab 21:00 Uhr leuchten die Straßenlaternen orange. Die B.Z hat die Gneisenaustraße mal als „Berlins traurige Straße der Trinker“ bezeichnet. Für mich ist dieser Teil Kreuzbergs ein bisschen wie ein Warteraum. Der Warteraum für eine andere Zukunft.

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Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

“So geht es nicht weiter mit der Provokation Raum Kotti !

Die Situation am Kottbusser Tor in Kreuzberg hat in letzter Zeit bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Auch wenn die oft reißerische Berichterstattung den falschen Eindruck erweckt, der „Kotti“ sei eine Art Kriegsgebiet, nimmt die Kriminalität an diesem Ort, ebenso wie in anderen Teilen von Kreuzberg und Friedrichshain, bedrohliche Züge an. Wir als Gewerbetreibende am Kottbusser Tor haben über Jahrzehnte in einem sozial nicht immer einfachen Umfeld gelebt. Unsere Geschäfte zeugten von großer Initiative und haben das Viertel stabilisiert. Jetzt allerdings werden intaktes Zusammenleben und Sicherheit im Kiez stark in Mitleidenschaft gezogen, weil kriminelle Banden Angst und Schrecken verbreiten. Seit über einem Jahr sind Raub und Körperverletzung buchstäblich an der Tagesordnung; Frauen und Homosexuelle werden sexuell belästigt. Wer „angetanzt“ wird und sich wehrt, muss mit Schlägen und Messerstichen rechnen. Teile der Täter haben unmittelbar nach den Anschlägen in Paris schamlos vor Freude auf der Strasse getanzt – die islamistische Tendenz birgt ein zusätzliches Drohpotential.

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Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Als ich 1985 nach Berlin zog, war SO 36 das Herz der Revolte. Die anarchische Energie der Häuserkämpfe schwappte nach 89 in die Ostberliner Freiräume und schlug sich tapfer in der Club-und Kunstszene. So langsam scheint ihr die Puste auszugehen, aber an ihrem Ausgangspunkt spürt man noch ihr Potenzial.

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Tom Strohschneider, Journalist & Autor

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Tom Strohschneider, Journalist & Autor

Meine Baustelle

Wenn ich ein übergreifendes, immergültiges Wort für diese Stadt finden müsste, dann wäre es: Baustelle. Ich bin in den östlichen Randbezirken aufgewachsen, als diese sich wie ausgekippte Flüssigkeit mit immer neuen Wohngebieten über die letzten dort noch vorhandenen Äcker ergossen. Man konnte wunderbar zwischen Betonplatten und Stahlresten spielen. Später wohnte ich in Stadtteilen, in denen jeden Tag ein neues Haus eingerüstet wurde, alles musste »modernisiert« werden, vieles wurde dadurch nicht schöner, sondern nur glatter. Und teurer. Irgendwann begriff ich, dass Berlin ohne Baustellen gar nicht existieren kann, Bauen ist die Lebensform dieser Stadt, die nicht fertig werden kann und will. Und die Baustellen hervorbringt wie Muttermale – selbst dort, wenn es gar nichts zu bauen gibt. Vor meinem Fenster in Kreuzberg liegt seit ein paar Jahren ein mit Warnplanken eingehegter Schutthaufen, überwacht von einem Baustellenschild. Zu seinem nächsten Geburtstag bringe ich ihm Blumen mit.

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