Category Archives: Portraits

Ticro Goto, Kunsthistoriker & YouTuber

Ticro Goto, Kunsthistoriker & YouTuber

Ticro Goto, Kunsthistoriker & YouTuber

Ich habe in recht vielen Bezirken gelebt – Schöneberg, Moabit, Pankow, Prenzlberg, Neukölln –, aber nirgendwo gefiel es mir so gut, wie in Charlottenburg. Da befindet sich zwischen Spandauer Damm und Kaiserdamm, Schloßstraße und Sophie-Charlotten-Straße ein Künstlerkiez, der zu den ältesten Berlins zählt, und zu meinem neuen Zuhause geworden ist. Hier wohnt das wahre Berlin, denn gefühlt hat sich hier seit hundert Jahren nichts geändert, was vermutlich daran liegt, dass es hier – anders, als in umliegenden Bezirken, die vom Zeitgeist aufgefressen werden – kaum etwas gibt, was man gentrifizieren könnte – der perfekte Ort für Menschen mit eigenen Ideen, die ihre Ideen auch umsetzen, und sich vom Hokuspokus Ostberlins nicht beeindrucken lassen.

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Mark Reeder, Music Producer, Musician, DJ & Remixer

Mark Reeder, Music Producer, Musician, DJ & Remixer

Mark Reeder, Music Producer, Musician, DJ & Remixer

Tempelhof: I choose Tempelhof airport because it has always been a fascinating place for me. I love the brutalist design style and warm, golden coloured stone. It is such an impressive piece of architecture. Intended originally to be built in a full circle, the building was only partially finished due to cataclysmic world events during the 1940’s that forced the Germans to concentrate their manpower in other areas and thus relegating the building to remain an arc.

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Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

Ismael Ogando, Gesellschaftskritiker & Kurator

My first time in Berlin was during the spring of 2011, I was touring a sister duo of musicians I produced as a folk band named “Las Acevedo”. I took the twins to Madrid, while we were creating awareness about the education budget in the Dominican Republic being used for populist political campaign. We were demanding the government to respect the 4% of the national budget to be dedicated to education. It didn’t work out…

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Heiko Lange, Filmemacher

Heiko Lange, Filmemacher

Heiko Lange, Filmemacher

Hier bin ich gerne. Das griechische Restaurant Thalassa. Gneisenaustraße 57. Die Straße ist sehr breit und ab 21:00 Uhr leuchten die Straßenlaternen orange. Die B.Z hat die Gneisenaustraße mal als „Berlins traurige Straße der Trinker“ bezeichnet. Für mich ist dieser Teil Kreuzbergs ein bisschen wie ein Warteraum. Der Warteraum für eine andere Zukunft.

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Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

Ercan Yasaroglu, Besitzer Café Kotti & Sozialarbeiter

“So geht es nicht weiter mit der Provokation Raum Kotti !

Die Situation am Kottbusser Tor in Kreuzberg hat in letzter Zeit bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Auch wenn die oft reißerische Berichterstattung den falschen Eindruck erweckt, der „Kotti“ sei eine Art Kriegsgebiet, nimmt die Kriminalität an diesem Ort, ebenso wie in anderen Teilen von Kreuzberg und Friedrichshain, bedrohliche Züge an. Wir als Gewerbetreibende am Kottbusser Tor haben über Jahrzehnte in einem sozial nicht immer einfachen Umfeld gelebt. Unsere Geschäfte zeugten von großer Initiative und haben das Viertel stabilisiert. Jetzt allerdings werden intaktes Zusammenleben und Sicherheit im Kiez stark in Mitleidenschaft gezogen, weil kriminelle Banden Angst und Schrecken verbreiten. Seit über einem Jahr sind Raub und Körperverletzung buchstäblich an der Tagesordnung; Frauen und Homosexuelle werden sexuell belästigt. Wer „angetanzt“ wird und sich wehrt, muss mit Schlägen und Messerstichen rechnen. Teile der Täter haben unmittelbar nach den Anschlägen in Paris schamlos vor Freude auf der Strasse getanzt – die islamistische Tendenz birgt ein zusätzliches Drohpotential.

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Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Jörg Hasheider, Künstler & Kurator

Als ich 1985 nach Berlin zog, war SO 36 das Herz der Revolte. Die anarchische Energie der Häuserkämpfe schwappte nach 89 in die Ostberliner Freiräume und schlug sich tapfer in der Club-und Kunstszene. So langsam scheint ihr die Puste auszugehen, aber an ihrem Ausgangspunkt spürt man noch ihr Potenzial.

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